Insgesamt begrüßten die Mitgliedstaaten die Vision – insbesondere, dass die Landwirtschaft darin als strategischer Sektor hervorgehoben wird und dass betont wird, wie wichtig es ist, die Berufswahl „Landwirtschaft“ künftiger Generationen zu fördern. Begrüßt wurde auch, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors und die Gewährleistung angemessener und fairer Einkommen für Landwirte einen Schwerpunkt bilden.
Czesław Siekierski, polnischer Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung: Wir unterstützen die in der Vision für Landwirtschaft und Ernährung dargelegten Ziele voll und ganz, insbesondere den Schwerpunkt, den Agrar- und Lebensmittelsektor wettbewerbsfähiger, widerstandfähiger und für künftige Generationen von Landwirten attraktiver zu machen. Nun ist es an der Zeit, diese Vision Realität werden zu lassen. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir einen angemessenen und gesonderten Haushalt für die Gemeinsame Agrarpolitik, der auf zwei Säulen beruht. Der Rat ist fest entschlossen, diese wichtige Arbeit voranzubringen. Neben den Beratungen auf Ministerebene streben wir auch einen intensiven Dialog mit den Landwirtschaftsverbänden an – wenn es um die Landwirtschaft geht, geht es nicht ohne die Landwirte.

Die Ministerinnen und Minister betonten, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) müsse über einen angemessenen und gesonderten Haushalt verfügen, der auf zwei Säulen beruht. Wichtig sei auch, die ländlichen Gebiete weiter zu unterstützen. Mehrfach wurde hervorgehoben, wie wichtig es sei, unlauteren Wettbewerb im internationalen Handel zu verhindern. Unlautere Handelspraktiken müssten bekämpft werden.
Allgemein einig war sich der Rat über die Bedeutung, die dem Bürokratieabbau und der Vereinfachung politischer Maßnahmen zukommt. Als weitere entscheidende Prioritäten galten mehr Innovation und die Förderung neuer Technologien im Agrar- und Lebensmittelsektor sowie die Gewährleistung eines Gleichgewichts zwischen ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit. In diesem Zusammenhang begrüßten mehrere Ministerinnen und Minister einen stärker anreizbasierten Ansatz, um den Übergang zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft zu fördern.
Während einige Delegationen Ideen zu möglichen neuen Einkommensquellen für Landwirte (unter anderem durch die Bioökonomie) vorbrachten, betonten diverse andere, die GAP müsse den Landwirten ein Grundeinkommen sichern.
In ihrer am 19. Februar 2025 veröffentlichten Vision konzentriert sich die Kommission auf vier Schwerpunktbereiche: die Attraktivität der Landwirtschaft für künftige Generationen, die Wettbewerbs- und Widerstandsfähigkeit des Agrar- und Lebensmittelsektors, die Zukunftsfähigkeit des Sektors sowie die Förderung fairer Lebens- und Arbeitsbedingungen in ländlichen Gebieten.
25. März 2025/ Consilium/ Europäische Union.
https://www.consilium.europa.eu